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Praxis für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren,
Sport-, Reise- und Tauchmedizin

Dr. med. R. Schneider - Dr. med. A. Karrer

 

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Naturheilverfahren

Wir sehen die Naturheilverfahren nicht als kompromisslosen Ersatz, sondern als sinnvolle Ergänzung zu den klassischen schulmedizinischen Verfahren. Wir wenden in unserer Praxis je nach Indikation u.a. folgende Verfahren an:

 

• Phytotherapie (Pflanzentherapie)

Schon seit Jahrtausenden wissen die Menschen um die heilenden Kräfte aus dem Pflanzenreich. Die Pflanzenheilkunde ist eine der ursprünglichen Therapieformen in der Erfahrungsheilkunde.

Naturheilverfahren PflanzentherapieWenn man es genau betrachtet, hatte die jetzige Schulmedizin einen Teil ihre Wurzeln in der Pflanzenheilkunde. An den folgenden Beispielen möchte ich Ihnen die Übernahme von Teilen der Phytotherapie in die schulmedizinische Therapie belegen: Beispiele: Digitalis aus dem Fingerhut (Herzmittel) Salicylsäure aus der Birkenrinde (Schmerzmittel und für die Haut) - die moderne Form heißt "Aspirin" oder ASS Vincristin aus der Vinca rosea (Krebsmittel / Zytostaticum) Colchizin aus der Herbstzeitlosen (Gichtmittel) Anwendungsgebiete der heutigen Pflanzenheilkunde.
Die Errungenschaften der modernen Medizin müssen auch anerkannt werden. Es ist nicht gleich alles schlecht, nur weil es "schulmedizinisch" ist. Das bedeutet aber nicht, daß man bewährte und nebenwirkungsarme Medikamente aus dem Pflanzenreich nicht begleitend zu den schulmedizinischen Medikamenten dazu geben kann.
Die praktisch größte Anwendung finden die Kräuter zur funktionellen Beeinflussung von Organsystemen Beispiel: Erkrankungszustände des Magen-Darm-Traktes Mögliche Störungen: ein Zuviel oder Zuwenig an Verdauungssäften ( Speichel, Magensaft, Bauchspeichel, Galle ), die zu einer falschen bzw. ungenügenden Verarbeitung der Nahrungsmittel führen oder Rückstauungen der Nahrungsaufnahme zur Folge haben. Auch die Ausscheidungsfunktion bzw. der Stuhltransport kann krankhaft verändert sein.

Beispiele für bekannte Heilpflanzen:
• Bärentraubenblätter bei Blasen und Nierenbeckenentzündung, wirkt desinfizierend
• Brennessel: zur Entwässerung, unterstützenden Behandlung bei Rheuma
• Fenchel: bei Blähungen und Koliken, Erkältungen, Bronchitis
• Frauenmantel: gutes Frauenmittel. Bei Regelschmerzen, Wechseljahresbeschwerden
• Johanniskraut: depressive Verstimmung, Ängste, innerer Unruhe,
• Kamille: bei Magengeschwüren, Blähungen, Hämorrhoiden (äußerlich),
Nasennebenhöhlenentzündung, Schnupfen, Bronchitis
• Melisse: bei Schlafstörungen, Nervosität und nervösen Magen-Darmbeschwerden
• Pfefferminze: Magenbeschwerden, Übelkeit, Erbrechen
• Rosmarin: bei niedrigem Blutdruck, belebend,
• Salbei: Magen-Darm-Beschwerden, Halsschmerzen und Entzündungen im Hals
• Schafgarbe: Leberleiden, Unterleibsschmerzen bei Frauen bei seelischer Anspannung
• Sonnenhut: stärkt die Abwehrkräfte,
• Spitzwegerich: Bronchialkatarrhe , Entzündung von Mund und Rachen
• Thymian: bei Erkältung, Bronchitis, Verdauungsbeschwerden, Zahnfleischentzündung

• Neuraltherapie ("Quaddeln")

Bei vielen Krankheitsbilder und Schmerzzuständen zeigt die Neuraltherapie erstaunliche Erfolge. Dabei werden Lokalanästhetika lokal an bestimmten Körperstellen injiziert. Allerdings ist nicht die Schmerzbetäubung das Ziel der Behandlung, sondern die Harmonisierung von Regulationsmechanismen des Organismus. So können die körpereigenen Selbstheilungskräfte wieder ihre volle Aktivität entfalten.

Man unterscheidet zwei Therapieformen:

• Bei der Segmenttherapie werden Injektionen im Bereich der Erkrankung verabreicht. Störungen werden also direkt an der Ursprungsstelle ausgeschaltet.

• Bei der Störfeldtherapie injiziert man dagegen an einem Störfeld. Zugrunde liegt die Annahme, dass ein Störfeld (z.B. eine Narbe) über die Nervenbahnen auch entfernte Körperregionen irritieren und Sekundärerkrankungen von anderen Organen verursachen kann. Durch die Injektion versucht man, das Störfeld und damit auch seine Fernwirkung auf das betroffene Organ auszuschalten.

• Homöopathie

• Akupunktur

Die Akupunktur ist eine der ältesten Therapieformen der Menschheit. Schon Ötzi wurde vor 5200 Jahren an noch heute üblichen Akupunkturpunkten tätowiert.
Durch Einstechen von dünnen Nadeln an sorgfältig ausgewählten Akupunkturpunkten können blockierte Energien im Körper wieder frei fließen. Entspannung, Schmerzfreiheit und Verbesserung behinderter Stoffwechselfunktionen sind möglich. Die Akupunktur ist eine Regulationstherapie, mit der sich alle funktionellen, vegetativen, nervösen und schmerzhaften Relationsstörungen behandeln lassen.

Dazu möchte ich ein paar Beispiele geben, die in der Praxis häufig vorkommen:

Akute und chronische Kopfschmerzen lassen sich mit Akupunktur behandeln. Die Therapie erfolgt über lokale Punkte am Kopf sowie über sogenannte Fernpunkte, z.B. an den Füßen und an den Händen. Außerdem werden noch vegetativ regulierende Punkte gestochen, sowie Punkte bei eventuell vorhandenen begleitenden Beschwerden. Als Ergänzung hierzu hat sich auch die Ohrakupunktur als Reflexzonentherapie u.a. zur Schmerzbehandlung, aber auch bei Funktionellen und psychosomatischen Störungen gut bewährt.

In der Akupunktur werden die Kopfschmerzen nach der Lokalisation eingeteilt: Man behandelte den Meridian (nach der Vorstellung der chinesischen Medizin ein Energieleitungssystem), der über den Schmerzort hinweg zieht.

Naturheilverfahren AkupunkturAuch Kopfschmerzen bei Verspannungen in der Halswirbelsäule, nach Gehirnerschütterungen, bei zyklusabhängigen Kopfschmerzen und dergleichen lassen sich gut in der allgemeinmedizinischen Praxis behandeln.

Bei Migräne lindert die Akupunkturbehandlung in den meisten Fällen sehr bald und merklich die Häufigkeit und die Intensität der Schmerzen. Nach 10 bis 15 Akupunktursitzungen erzielt man meist eine Besserung von 70 Prozent und mehr.

Chronische Rückenschmerzen und Nackenverspannungen sind eine weitere Domäne der Akupunktur. Meist wir diese hier in Kombination mit anderen Verfahren, wie z.B. Neuraltherapie, Homöopathie, Osteopathie,… durchgeführt.

Akute Rücken- und Nackenschmerzen hingegen sind eine Domäne der Chirotherapie., da hier meins sog. „Blockierungen“ der Wirbelgelenke oder des Kreuz-Darmbein-Gelenkes vorliegen.
Auch der Tennisellenbogen oder das Gegenstück dazu, der sogenannte Golferellenbogen, können gebessert oder sogar geheilt werden. Hartnäckige Fälle sollten begleitend eine Infiltrationsbehandlung mit Lokalanästhetika und homöopathischen Mitteln erhalten.

Auch bei der Trigeminus-Neuralgie oder bei Phantomschmerzen ist die Akupunktur hilfreich. Ein Behandlungsversuch lohnt in jedem Fall. Insbesondere noch "jüngere" Beschwerden, die möglichst wenig schulmedizinisch vorbehandelt wurden, haben die besten Erfolgsaussichten.

Die klassische Akupunktur wird mit Nadeln ausgeführt. In bestimmten Fällen wird die Nadel mit einer Räucherzigarre ("Moxa") erwärmt. Manchmal muss auch die Nadel gedreht und bewegt werden.
Nebenwirkungen gibt es bei sachgemäßer Anwendung praktisch keine. In seltenen Fällen kann es an der Einstichstelle zu einem kleinen Bluterguß kommen. Vielleicht ist diese Stelle dann für zwei bis drei Tage empfindlicher. Entzündungen an der Einstichstelle sind Raritäten.

Gegenanzeigen für die Akupunktur gibt es nur wenige: Behandlung mit durchblutungsfördernden Mitteln, wenn der "Quick-Wert" sehr niedrig ist. Neurotische oder manische Erkrankungen. Einige Punkte sollten in der Schwangerschaft nicht genadelt werden.

Die Ohrakupunktur fördert und unterstützt sehr gut die klassische Körperakupunktur - insbesondere in akuten Fällen. Weiter zu nennen ist die Handakupunktur, die neue Schädelakupunktur nach Yamamoto, die neue punktuelle Schmerztherapie nach Siener usw. Durch die Kenntnis von Reflexarealen am Ohr können ganze Körperbereiche über die Nadelung von Ohrakupunkturpunkten beeinflußt werden. Besonders geeignet ist die Ohrakupunktur zur Beeinflussung von "versteckten" Strukturen. Denken Sie an die Prostata, die Gebärmutter oder die Eingeweide. Wo der direkte Zugang zu einer Störung nicht möglich ist, kann die Ohrakupunktur zur Therapie erfolgreich eingesetzt werden.

• Eigenbluttherapie bzw. modifizierte Eigenbluttherapie - (IGeL)

Viele, meist chronische Erkrankungen, sind auf Störungen des Immunsystems zurückzuführen. Die Eigenblutbehandlung ist als Reiz- oder Umstimmungstherapie der körpereigenen Abwehrkräfte dazu in der Lage, die Selbstregulation des Organismus zu unterstützen. Nehmen wir als Beispiel einen Bluterguß nach einer Verletzung: Hierbei tritt Blut aus dem Gefäßsystem aus und aktiviert unser Immunsystem. Dadurch kommt es zu einer Entzündungsreaktion im Gewebe.
Dieses Wissen macht man sich bei der Eigenblutbehandlung zu Nutzen: Durch eine Veränderung des Blutes wird dem Körper ein „neues“ Antigens (= Erreger) angeboten und das Immunsystem angeregt. Dadurch gewöhnt sich der Körper langsam an das leicht veränderten Antigen und lernt dieses wieder ohne Abwehrreaktionen zu tolerieren.
Man benötigt für dieses Verfahren lediglich eine kleine Menge Blut (ca. 1 ml) aus der Vene, und injiziert das Blut in den Gesäßmuskel zurück. Zur Wirkungsverstärkung mischen wir das Blut mit individuell auf das jeweilige Gesundheitsproblem abgestimmten homöopathischen Substanzen. Die Häufigkeit der Anwendungen hängt davon ab, ob es sich um einen akuten oder chronischen Krankheitszustand handelt.

Die Eigenbluttherapie hat sich hervorragend bewährt bei:

• Vermehrte Infektanfälligkeit
• Allergien
• Hauterkrankungen wie Akne vulgaris, Neurodermitis, Urtikaria (Nesselsucht), Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)
• chronischen Krankheiten und Entzündungen (z.B. Furunkulose) • Entzündliche Darmerkrankungen
• Rheumatische Erkrankungen

• Mikrobiologische Therapie / Symbioselenkung

Menschen und Mikroorganismen (Kleinstlebewesen) bilden eine natürliche Lebensgemeinschaft. Bei jedem Menschen wohnen auf der Haut und den Schleimhäuten in der Nase, in Hals und Mund, im Dünndarm und im Dickdarm milliardenfach Bakterien, deren Anzahl größer ist, als die Zahl aller Zellen des menschlichen Körpers zusammengenommen.
Das harmonische Zusammenleben von Mensch und Bakterien ist für die Gesundheit des Menschen von außerordentlicher Bedeutung. Die Mikroorganismen, vor allem auf der Schleimhaut des Verdauungstraktes, werden als Bestandteil des Abwehrsystems des menschlichen Organismus aufgefaßt.

Die Mikrobiologische Therapie mit Präparaten von Bakterien und Autovaccinen (Eigenimpfstoffen) dient ganz gezielt der Beeinflussung der körpereigenen Abwehr und der Anregung von Stoffwechselleistungen. Die therapeutische Anregung von Abwehrleistungen ist keine Neuheit. Die wissenschaftlich fundierte Nutzung mikrobiologischer und immunbiologischer Erkenntnisse ist jedoch noch sehr jung. Seitdem man weiß, daß die Leistungsfähigkeit des Immunsystems durch das vielfältige Zusammenwirken verschiedener Abwehrfaktoren zustande kommt, konnten Therapievorstellungen entwickelt werden, die der medikamentösen Steigerung von Abwehrleistungen dienen. Eines der wesentlichsten Behandlungskonzepte ist die Mikrobiologische Therapie.

Der Begriff "Mikrobiologische Therapie" wurde in einer ärztlichen Arbeitsgemeinschaft geprägt, die sich 1954 bildete, um "die Behandlung kranker Menschen mit physiologischen Bakterien wissenschaftlich zu klären und praktisch nutzbar zu machen". Unter physiologischen Bakterien versteht man solche Bakterien, die normalerweise die Häute und Schleimhäute des gesunden Menschen bewohnen und die das Abwehrsystem gewissermaßen trainieren. Mit der Mikrobiologischen Therapie nutzt man diese positiven Effekte physiologischer Bakterien für die Abwehr, indem man ausgewählte Bakterien in Form von Medikamenten kontrolliert zuführt.

Das Prinzip der Steigerung von Abwehrleistungen durch die Anwendung besonderer Heilmittel stellt eine konkrete Therapiemöglichkeit für viele Krankheiten dar, bei denen die klassischen Methoden mehr oder weniger versagen. Die Mikrobiologische Therapie wird bei häufig wiederkehrenden Infektionen von Kindern und Erwachsenen, bei chronischen Infektionskrankheiten, insbesondere der Atemwege, bei sogenannten Mischinfektionen, bei Infektionen mit Bakterien und Viren, die auf klassisch-schulmedizinische Mittel wie Antibiotika, nur schlecht oder gar nicht ansprechen und bei Magen-Darm-Erkrankungen angewendet.

Das Hauptanwendungsgebiet der Mikrobiologischen Therapie mit Präparaten von Bakterien und ggf. Autovaccinen sind chronische Erkrankungen. Die Entwicklung von chronischen Krankheiten läuft über lange Jahre hinweg. Man kann daher nicht erwarten, daß diese Krankheiten von heute auf morgen zu heilen sind. Die Mikrobiologische Therapie ist daher in vielen Fällen notwendigerweise eine Langzeit-Behandlung, die sich bei günstigem Verlauf mindestens einige Wochen, bei schweren Krankheiten aber einige Monate und in selteneren Fällen noch länger hinzieht. Diese Therapie erfordert daher Einsicht und Geduld, insbesondere aber aktive Mitarbeit. Dies heißt nicht, daß die Mikrobiologische Therapie ein strapazenreiches Heilverfahren ist. Im Gegenteil: Sie ist verhältnismäßig bequem durchzuführen und wenig aufwendig. Sie ist allerdings konsequent anzuwenden und in manchen Fällen überlange Zeiträume hinweg durchzuführen.

• Dunkelfeldmikroskopie nach Enderlein - (IGeL)

• Darmreinigung nach F.X. Mayr - (IGeL)